Was kostet Silvester in Barcelona?
Silvester in Barcelona lässt sich für sehr wenig und für sehr viel Geld feiern — der Unterschied liegt fast vollständig in zwei Posten: dem Abendessen und dem Ticket für die Nacht. Die Show selbst kostet nichts, und das ist der Grund, warum die günstige Variante hier realistischer ist als in den meisten anderen europäischen Städten.

Drei Budgetstufen
| Posten | Sparsam | Mittel | Gehoben |
|---|---|---|---|
| Hotel (3 Nächte) | 180–280 € | 350–550 € | ab 800 € |
| Silvesterabend | 0–30 € | 90–150 € | 200–400 € |
| Party/Ticket | 0 € | 45–70 € | 100 € + |
| Essen an den anderen Tagen | 60–90 € | 120–180 € | ab 250 € |
| Nahverkehr | 13 € | 26 € | 40 € |
| Sehenswürdigkeiten | 0–30 € | 60–90 € | 120 € + |
| Summe | ca. 260–440 € | ca. 690–1.060 € | ab 1.500 € |
Dazu der Flug: über den Jahreswechsel je nach Buchungszeitpunkt zwischen 120 und 400 Euro.
Die sparsame Variante ist kein Kompromiss. Sie besteht aus: Hotel etwas außerhalb des Zentrums, Abendessen in einer Bodega oder aus dem Supermarkt, Mitternacht bei der kostenlosen Show an der Avinguda Maria Cristina, danach Poble Sec statt Club. Das ist genau der Abend, den viele Einheimische verbringen.
Die versteckten Kosten
Der Getränkeaufschlag im Silvestermenü. „95 € pro Person“ heißt oft: ohne Wein. Fragt nach bebidas incluidas.
Der Cotillón. 10 bis 20 Euro pro Person, wenn er nicht im Menü enthalten ist.
Die Party nach dem Essen. In vielen Restaurants ein separates Ticket, auch für Gäste des Hauses.
Anzahlungen. Restaurants und Hotels verlangen über den Jahreswechsel oft 30 bis 100 Prozent vorab, meist nicht erstattbar.
Der Mindestaufenthalt. Viele Hotels verkaufen den 31. Dezember nur mit zwei oder drei Nächten.
Die Touristensteuer. Barcelona erhebt eine Übernachtungsabgabe pro Person und Nacht, die separat berechnet wird.
Der Rückweg. Kein Taxi zu bekommen ist kostenlos — der Umweg über zwei Metrolinien kostet Zeit statt Geld.
Lohnt sich ein City Pass?
Die kurze Antwort: meist nicht, wenn ihr nur über den Jahreswechsel bleibt.
City Passes wie Go City oder die Barcelona Card rechnen sich ab etwa drei bis vier bezahlten Sehenswürdigkeiten pro Tag. Über den Jahreswechsel gibt es zwei Probleme: Am 1. Januar haben die meisten Häuser verkürzt oder gar nicht geöffnet, und der 31. Dezember ist meist mit anderem gefüllt. Bei einem Aufenthalt vom 30. Dezember bis 2. Januar bleiben realistisch anderthalb Besichtigungstage.
Wann sich ein Pass doch lohnt: wenn ihr bis zum 5. oder 6. Januar bleibt. Dann habt ihr vier bis fünf volle Tage, in denen die Stadt wieder normal arbeitet — und die Rechnung geht auf.
Prüft in jedem Fall, ob die Häuser, die ihr wirklich sehen wollt, enthalten sind. Die Sagrada Família ist in vielen Pässen nur eingeschränkt oder gegen Aufpreis dabei, und sie braucht ohnehin ein Zeitfenster — mehr dazu unter Sehenswürdigkeiten.
Wenn euch Barcelona zu teuer ist
Anders terminieren. Der teuerste Zeitraum ist der 30. Dezember bis 1. Januar. Wer vom 2. bis 6. Januar fährt, erlebt eine Stadt in vollem Weihnachtsprogramm — inklusive Cavalcada dels Reis, dem größten Fest des katalanischen Winters — zu einem Bruchteil der Preise.
Anders wohnen. Ein Apartment in Gràcia, Sant Antoni oder Poblenou kostet deutlich weniger als ein Hotel im Gòtic und liegt bei der Metro. Für zwei Nächte über Silvester ist der Preisunterschied groß.
Anders feiern. Der teure Teil ist das Gala-Dinner. Wer stattdessen früh und normal isst, Cava und Trauben im Supermarkt kauft und zur kostenlosen Show geht, hat denselben Abend für den Preis eines Abendessens.
Häufige Fragen
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